OpenLayers 2.12 – Schnellanpassung bestehender OL-Karten

OpenLayers-Logo

Ende Juni 2012 ist eine neue Version von OpenLayers (OL) erschienen und mit der Version 2.12 sind einige Anpassungen erforderlich. OpenLayers ist ein Framework mit dem die meisten der Karten angezeigt werden die auf den Basis der OpenStreetMap-Daten gründen.

Seitdem ich mich mit OL beschäftige ist sind einfache tiefgreifende Anpassungen vorzunehmen wenn man den OL-Source direkt vom OL-Server bezieht. In diesem Zusammenhang kann ich nur empfehlen den erforderlichen OL-Source lokal auf seinem Server bereitzustellen. Doch dazu mehr weiter unten.

Nachfolgend einige der wichtigsten Anpassungen die erforderlich sind um eine „einfache“ OL-Karte auf die Version 2.12 umzustellen. Werden diese nicht angezeigt und wird der Source vom OL-Server bezogen, dann bleibt die Karte leer – insbesondere die ersten beiden Anpassungen sind zwingend erforderlich.

  • OpenLayers.Control.MouseDefaults wird ersetzt durch OpenLayers.Control.Navigation
  • Austauschen der OpenStreetMap.js gegen …

Als Default-Layer wird Mapnik angezeigt. Aus der Zeile
var layerMapnik = new OpenLayers.Layer.OSM.Mapnik("Mapnik");
wird somit
var layerMapnik = new OpenLayers.Layer.OSM;

  • onImageLoadError gibt es nicht mehr als Funktion um eine Ersatzgrafik anzuzeigen, wenn kein Tile ausgeliefert werden kann.
    // OpenLayers.Util.onImageLoadError = function() {this.src = "../grafiken/empty.png"};
  • OL 2.12 zeigt per Default eine pinkfarbende Grafik an wenn kein Tile ausgeliefert werden kann. Soll eine andere benutzerdefinierte Grafik angezeigt werden dann ist in einer CSS-Datei ein Sector „.olImageLoadError“ anzulegen und zum Beispiel über die „background-image“-Eigenschaft ein Bild zuzuweisen.
  • Werden in einer OL-Karte Tracks über das GML-Format angezeigt, dann ist hier auch eine Anpassung erforderlich da OpenLayers.Layer.GML nicht mehr unterstützt wird. Alternativ können GPX-Dateien als Vektor-Layer (engl. Beschreibung) eingebunden werden.

Bei mir wurde (exemplarisch) aus

var recycling_hl = new OpenLayers.Layer.GML("XXXXX", "../data/recycling_hl/border.gpx", {
format: OpenLayers.Format.GPX,
style: {strokeColor: 'red', strokeWidth: 5,strokeOpacity: 0.5 },
projection: new OpenLayers.Projection("EPSG:4326")
});

dieser Code

var lgpx = new OpenLayers.Layer.Vector("XXXXX", {
protocol: new OpenLayers.Protocol.HTTP({
url: "Somefile.gpx",
format: new OpenLayers.Format.GPX({extractWaypoints: true, extractRoutes: true, extractAttributes: true})
}),
strategies: [new OpenLayers.Strategy.Fixed()],
style: {fillColor: "darkred", strokeColor: "red", strokeWidth: 2, strokeOpacity: 0.5, pointRadius: 5},
projection: new OpenLayers.Projection("EPSG:4326")
});

Komme ich jetzt nochmal auf die lokale Ablage der OL-Sourcen zu sprechen. Es ist aus zwei Gründen sinnvoll die Sourcen lokal auf seinem Server abzulegen. Zum einen ist man vor solchen unerwarteten Releaseänderungen etwas sicher. Die alte Version läuft weiter und die Karte ist nicht auf einmal „tot“. So kann man sich mit den neuen Änderungen zunächst beschäftigen und testen um dann upzudaten. Besonders wenn man mehrere Baustellen hat ist das von Interesse. Zum anderen ist man etwas Ausfallsicherer – wenn der OL-Server mal nicht verfügbar ist, dann ist es auch mit der Karte nicht. Liegt der Source lokal dann gilt das Motto „ist die Webseite verfügbar – dann ist auch die Karte verfügbar“.

Was ist zu tun? Der Source ist von der OL-Seite herunterzuladen, zu entpacken und hochzuladen auf den eigenen Server. Alle Pfade die auf den OL-Server verweisen sind nun entsprechend auf den lokalen anzupassen und damit ist es das auch schon gewesen.

Ergänzung 2013-07-29
Wird auf einen externen nicht OSM-Tileserver zugegriffen, dann ist die Option
tileOptions: {crossOriginKeyword: null}
zu setzen. Weitere Informationen sind https://github.com/openlayers/openlayers/blob/master/notes/2.12.md zu finden.

Hinweis
Alle Angaben beruhen auf eigenen Erfahrungen, müssen nicht vollständig sein und daher kann auch für Schäden die sich durch die Anwendung direkt oder indirekt ergeben keinerlei Haftung übernommen werden.

Links
OpenLayers-Projekt
Zusammenfassung der Änderungen (engl.)
OpenStreetMap-Projekt
OSM-Forumsbeiträge

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Stadt der Wissenschaft – Juni 2012

Auch wenn der Monat Juni fast schon zu Ende ist, möchte ich noch kurz die Installation des Monats im Rahmen der „Stadt der Wissenschaft“ vorstellen.

Das „PingPong-Rad“ auf dem Fährplatz in Travemünde ist eine große Stähle mit einem sogenannten „PingPong-Rad“. Hierbei sind zwei Scheiben auf einer Drehachse rechtwinklig zueinander montiert. Durch die besondere Art der Form und der zusätzlichen Öffnungen dreht sich dieses Rad auch schon bei wenig Wind.

Anwendung findet dieses Prinzip auf Schiffen, um Lüftungsturbinen auf einfache Art und Weise vom Fahrtwind anzutreiben.


Vergrößerung

In blau dargestellt ist die Grenze des Stadtteil „St. Jürgen“ – entnommen aus dem OpenStreetMap-Projekt (CC-BY-SA-Lizenz).

Geographische Koordinaten: 53,95628 N // 10,86743 E

Andere Art der Windnutzung

Andere Art der Windnutzung

In unmittelbarer Nachbarschaft steht vorübergehend dieses Windrad im Rahmen einer Ausstellung zum Thema alternativer Energien.

Im Juli wird eine Installation im Stadtteil Kücknitz zum Thema „Natur / Akustik“ aufgestellt.

Links
Einleitender Blog zur Stadt der Wissenschaft mit dem Wissenschaftspfad
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Hanse trifft Humboldt
Lübecker OpenStreetMap – Community
OpenStreetMap – die freie Weltkarte

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Geheimnisvolle Spuren – Lübeck

Spuren der Vergangenheit können vor Ort erkennbar sein oder manchmal braucht es auch etwas moderne Technik, um diese sichtbar zu machen.

Eines dieser Verfahren hat sich schon seit vielen Jahren etabliert und wird logo_wikipedia Luftbildarchäologie genannt.

Eine solche Spur kann man in den derzeitigen Luftbildern (2012 online) von Google Maps finden wenn man sich den Bereich von Lübeck-Niendorf ansieht.

Geheimisvolle Anlage - Übersicht

Geheimisvolle Anlage - Übersicht

Dort findet sich, direkt neben der Bahnlinie Lübeck-Hamburg eine Fläche die im Luftbild ihre Spuren hinterlassen hat. Örtlich ist nichts mehr zu erkennen und schon in den Luftbildern von Aerowest (hier nicht abgebildet) ist nichts mehr davon zu erkennen, da die Vorbereitungen für eine Wiederaufforstung in vollem Gange sind.

Detailansicht

Da mich die Klärung dieser Spuren nicht in Ruhe gelassen hat habe ich mich mal bei der Bevölkerung umgehört und auch ein älterer Herr kann sich an nichts mehr erinnern.

Deshalb möchte ich diesen Blog-Beitrag dazu nutzen vielleicht etwas Licht in dieses „Geheimnis“ zu bringen.

Wenn einer also mehr weiß kann er es hier gerne Kund tun. Zum Schluss nochmal eine Karte um die Lage besser beschreiben zu können.

Links
Luftbildarchäologie bei Wikipedia

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Lübecker Uhren-Sterben … II

Im März bestand noch Hoffnung, dann standen Sie lange still und stumm (die Zeiger auf 12 Uhr) rum.

ehemaliger Standort einer Stadtuhr

Sie ist weg - die Stadtuhr auf dem Ziegelteller

Jetzt, ende März 2012 ist sie weg und derzeit markiert nur noch ein rot-weißes Band den ehemaliger Standort unserer Uhr.

Wie so vieles wird auch sie wohl in Vergessenheit geraten, wenn die Narben auf dem Rasen verheilt sind.

siehe auch Lübecker Uhren-Sterben …

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Stadt der Wissenschaft – Mai 2012

Für den Monat Mai wurde  – als Repräsentant des Stadtteils St. Jürgen – eine sehr interessante Installation im Bereich der Innenstadt aufgestellt.

Hanseatenweg

Kooge des Hanseatenwegs

Wer zum Beispiel als Naturfreund auf dem Hanseatenweg die Lübecker Altstadt östlich des Elbe-Lübeck-Kanals tangiert, der kommt an der Hüxwiese vorbei. Dort, direkt neben dem Verwaltungsgebäude der „Neuen Lübecker“ findet sich eine unscheinbare Säule – die Zentrifuge.

Auf einer metallischen Säule findet sich eine wassergefüllte Plexiglassäule mit einem Schaufelrad am Boden. Dieses Schaufelrad ist mit einer seitlichen Kurbel verbunden und kann so in eine horizontale Rotation versetzt werden. Mit zunehmender Drehzahl wird die Wassersäule mit gezogen. Die Fliehkraft drückt das Wasser nach außen – langsam zieht sich nun von Oben eine Luftsäule in die Wassersäule.

Zentrifuge auf der Hüxwiese

Zentrifuge auf der Hüxwiese

Die Luftsäule sieht jetzt mehr und mehr nach einem Tornado aus und wenn man genauer hinsieht, dann kommt einem dieses bekannt vor. Es ist derselbe Effekt, den man beobachtet wenn Wasser aus einer Badewanne gelassen wird.

Zentrifuge auf der Hüxwiese

Vergrößerung des "Aktionsbereiches"

Tiefergehende Informationen zu diesem Thema finden sich bei Wikipedia unter dem Begriff Strudel.

Die Zentrifuge finde ich persönlich bisher die interessanteste Installation, die nicht auf den ersten Blick den Sinn und Zweck erkennen lässt.

Leider habe ich bei der Zentrifuge keine Beschreibung über Sinn und Zweck gefunden – hier wäre eine solche besonders wichtig gewesen. Aber vielleicht habe ich diese auch übersehen.


Vergrößerung

In blau dargestellt ist die Grenze des Stadtteil „St. Jürgen“ – entnommen aus dem OpenStreetMap-Projekt (CC-BY-SA-Lizenz).

Geographische Koordinaten: 53.8661101 N // 10.6979926 E

Im Juni 2012 wird eine Installation im Stadtteil Travemünde zum Thema Wind(kraft) aufgestellt.

Links
Einleitender Blog zur Stadt der Wissenschaft mit dem Wissenschaftspfad
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Hanse trifft Humboldt
Lübecker OpenStreetMap – Community
OpenStreetMap – die freie Weltkarte

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