Bau eines Modules II – Teil 3 – Hof Dörpede

<<< Bau eines Modules II – Teil 2 (März-April 2019)

Ein wesentlicher Punkt auf dem Modul ist das Golf-Clubhaus in einem kürzlich restaurierten Bauernhaus. Diese wird später direkt an einem großen Baum wieder zu finden sein.

Das Golf-Clubhaus wurde auf Basis von Archistories 406171 (exklusiv bei 1zu220-shop.de) gebaut.

Betrachtet man das einleitende Bild mit dem Umschlag und den Bauteilen, dann wird dere Kenner sich wundern, was dieses merkwürdige Papphaus an der Seite zu bedeuten hat. Es handelt sich um eine Hilfskonstruktion um das Haus mit Reet zu versehen. Doch dazu gleich mehr.

Auf den allgemeinen Aufbau möchte ich nicht weiter eingehen. Es sein hierbei auf Trainini 6/2018 (Seite 24 ff) verwiesen.

Die neuen Dachplatten wurden zunächst mit Schnellschleifgrund eingestrichen um ein Aufweichen beim nachfolgenden Kontakt mit Wasser zu minimieren. Nach dem Trocknen werden beide Dachflächen mit doppelseitigen Klebeband versehen. Die Dachflächen werden hierzu auf die Hilfskonstruktion gelegt.

Nach dem Aufkleben des doppelseitigen Klebebandes dieses vorsichtshalber über Nacht antrocknen lassen und dann mit 2mm Grasmatte bekleben. Der Versucht mit längeren Grasfasern war nicht erfolgreich. Ein Glätten der Fasern hat nicht so funktioniert wie gewünscht.

Nun kommt der alles entscheidende Schritt um Reet zu erstellen. Mit einem nassen Haushaltsschwamm werden die Grasfasern vom Giebel zur Traufe gestrichen. Mit etwas Druck, aber sanft genug, dass die Fasern nicht herausgestrichen werden. Normalerweise wird nämlich mit Wasser und Druck Gras entfernt. Hat sich das Gras gelegt wird von oben nach unten ein dünnflüssiges Holzleim-Wassergemisch aufgetragen. Wiederum wird mit dem Schwamm vorsichtig nachgestrichen bis eine fast ebene Fläche erreicht ist. Die Fasern bilden dann die Reetstruktur.

Jetzt wird das Dach für einige Minuten ruhen gelassen und dann schaut man nochmal nach. Durch die Schwerkraft fließt überflüssiger Holzleim zur Traufe und bildet dort eine Art Tropfen am Rand der Grasmatte. Man erkennt dieses gut an der durchschimmernden weißen Farbe. Diese überflüssige Menge wird wiederum mit dem Schwamm glatt ausgestrichen. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis keine Leimansammlungen mehr auftreten.

Nun heißt es warten und das Dach gut durchtrocknen lassen. Mindestens über Nacht.

So sieht es nun aus …

Wer bisher der Meinung war auf das Hilfskonstrukt verzichten zu können wurde vielleicht eines besseren belehrt. Durch das übbige Arbeiten mit Wasser kann es passieren, dass der Rohbau feucht geworden und infolge dessen aufgequollen ist.

Mit dem nächsten Arbeitsschritt wird aus dem Grass ein Reetdach. Mit der Airbrush wird der Grundton aufgebracht. Ich habe hierfür Vallejo-Farben verwendet benutzt. Leider habe ich die Nummern nicht mehr zur Hand – aber vielleicht finde ich nochmal eine Notiz, dann reiche ich diese nach. Am Ende des Artikels findet sich ein Bild mit dem fertigen Reetdach.

Das Gebäude selber wurde im wesentlichen nach Anleitung gebaut. Bei mir soll in der Diele ein kleines Bistro für das Golfhaus sich wiederfinden. Dafür wurde im hinteren Bereich ein Tresen eingebaut und im vorderen Teil finden sich Tische mit Gästen. Alles etwas rustikal gehalten. Es handelt sich um die Gartenmöbel von PLTBAHN.

Alle Seitenwände im Erdgeschoss sind mit Tapetten versehen worden. In der Diele wurde auch ein Deckenlicht eingebaut. Dabei hat sich gezeigt, dass die durchgehende Decke sich im offenen Scheuentor zeigen würde. Diese ist der obere Streifen den man auf dem Bild mit der Dielenbeleuchtung sieht.

Bei vielen restaurierten Scheunen sicht man, dass die Front aus Glas ist und dann das Tor offen gezeigt wird. Dieses habe ich auch versucht bei mir zu realisieren. Dafür wurde die Öffnung mit einer großen Folie aus dem Bausatz versehen und am Laser wurde ein Fensterrahmengestell gefertigt. Dieses ist auf die Folie aufgeklebt.

So sieht dann das Golfhaus in seiner endgültigen Form aus:

Dieser Artikel ist schon überfällig, da ich das Haus im Frühjahr schon fertig gestellt habe. Erstmals wurde schon auf dem Fahrtag in Westheim gezeigt. Ein Bericht findet sich in Trainini Nr. 170 (September 2019) auf Seite 65.

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Moin Moin, wie der Norddeutsche sagt. Mein Name ist Jan Tappenbeck. Ich betreibe diesen Blog der über Dinge berichtet die in meinem Umfeld passieren bzw. die mich interessieren. Mein Schwerpunkt liegt hierbei im OpenStreetMap-Umfeld sowie der Modelleisenbahn in Spur Z - blicke aber auch immer mal gerne über den Tellerrand.
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