Bau eines Modules II – Teil 2 Stellwerk Blankensee

<<< Bau eines Modules II – Teil 1 (März-April 2019)

Heute soll es um das Stellwerk Blankensee (kurz: Bls) an der Strecke Lübeck – Büchen (Karte) gehen

Blick von der Bundesstraße B 207

Blick aus Richtung Süden – die Nordseite ist symmetrisch aufgebaut

Das Stellwerk wurde 1926 in Betrieb genommen und 2003 außer Betrieb genommen. Bis 2006 diente es noch als Schrankenposten.

Angeblich soll das Gebäude zwischenzeitlich privat verkauft worden sein – allerdings ist vor Ort nichts zu erkennen.

Im Modul wird dieses Gebäude als “Ferienwohnung” für Trainspotter dienen. Die betreffende Person findet sich auf dem Modul “Kleinensee” auf Fototour.

Das Modell ist ein selbstgefertiges Lasercut-Modell. Die vor Ort genommenen Masse wurde entsprechend in AutoCAD verarbeitet und dann im Fablab Lübeck ausgeschnitten.

Lasercut der Fassade mit einem Schutzklebeband gegen Schmauchspuren

Fenster und Türen sind auch schon gelasert.

Um die Schmauchspuren zu minimieren habe ich Malerband Tapeten (nicht das kräftigere Krepp-Band!) von Tesa auf die Pappe geklebt.

Der Innenkern ist aus 1mm Finnpappe und die äußere Fassade aus 0,3mm Papier.

Die ersten Rohbauteile werden zusammengefügt

Der Kern sieht zunächst etwas merkwürdig aus, weil keine richtigen Fensteröffnungen erkennbar sind. Stattdessen fehlt fast die komplette Rohbauwand. Das hat damit zu tun, dass die Fenster dichter an die Außenfand gerückt werden sollen. Hierzu später mehr.

Rohbau vor der Hochzeit mit der Fassage

Nun ist die Fassade umklebt. Das Gebäude hat unter den Fenstern einen Streifen aus einem Klinker und untern einen Sockel. Diese beiden Elemente werden durch eine andere Farbe repräsentiert.

Nach dem Entfernen der Abklebung zeigt sich das Gebäude so …

… und es können die Türen und Fenste eingesetzt werden.

Es folgt die Inneneinrichtung.

Ein letzter Blick in die Wohnung im Obergeschoss bevor das Dach darauf kommt

Die Dachkonstruktion besteht aus einem 3D-Druck – ebenfalls im Fablab Lübeck erstellt. Die Dachziegel sind aus einer “Acryl-Folie” von Wilfried Pflugbeil und die Herstellung ist hier (Seite 6) beschrieben. Mir hat Willi dankenswerter Weise einige Folien zur Verfügung gestellt.

Nach dem Aufkleben wurde die Dachfläche mit burnt redvon Vallejo (70.814) eingefärbt und entsprechend gealtert.

Dach und Gebäudekörper verkleben und fertig ist das Stellwerk Bls.

Dachrinne und Regenfallrohre müssen natürlich auch sein …

Diese bestehen aus Tonpapier mit eingedrückten Rinnen – erstellt unter Zuhilfenahme eines Kugelstopfers vom Zahnarzt. Das Fallrohr ist 0.3mm Draht mit entsprechender Bemalung.

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Über TheAuthor

Moin Moin, wie der Norddeutsche sagt. Mein Name ist Jan Tappenbeck. Ich betreibe diesen Blog der über Dinge berichtet die in meinem Umfeld passieren bzw. die mich interessieren. Mein Schwerpunkt liegt hierbei im OpenStreetMap-Umfeld sowie der Modelleisenbahn in Spur Z - blicke aber auch immer mal gerne über den Tellerrand.
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