An diesem Abend stand auf dem Abstellgleis am Ablaufberg eine 155-048-6 der IntEgro aus Sachsen.
Standort:
An diesem Abend stand auf dem Abstellgleis am Ablaufberg eine 155-048-6 der IntEgro aus Sachsen.
Standort:
Dieses mal gibt es etwas besonderes. Auf einem Abstellgleis war, leider etwas unfotogen, eine gelbe Ludmilla der DB zu sehen.
In der Regel sind diese Züge länger vor Ort und vielleicht ergibt sich nochmal eine bessere Ansicht.
Standort:
Was hat sich getan seit dem 1.Teil ? Leider weniger als geplant – der Sommer war doch einmal zurückgekehrt.
Im 3.Quadranten des Moduls (vorne rechts) wird es ein Reetdachhaus geben auf Basis von Frye (Archistories).
Es handelt sich um ein Lasercut-Haus, dass mir schon im „Rohbau“ sehr gut gefallen hat. Alles passt sehr schön zueinander und mit den Zapfen ist das Zusammenfügen besonders einfach.
Zwei Räume sollen für eine Beleuchtung vorbereitet werden. Im Erdgeschoss das Fenster unter dem Giebel und auch das Giebelzimmer selber. Geliefert wird das Haus mit einer Innenaufteilung in schwarz. Da die wenigsten schwarze Wände habe wurden die Aufteiler zunächst weiß mit der Airbrush lackiert. Damit das Erdgeschoss-Zimmer etwas größer ist war ein Wanddurchbruch erforderlich.
Wer will fleißige Handwerker sehen …
Die beleuchteten Zimmer werden zusätzlich tapeziert. Hierzu habe ich mir einige Vorlagen (z.B. siehe wall and image) besorgt und im Grafikprogramm gekachelt um eine größere Fläche zu erhalten. Diese Tapete wurde mit Holzleim auf die Innenaufteiler geklebt. Durch freischneiden der Türen im Anschluss sind weiße Türen in den Zimmern.
“ … und es ward Licht“
An den Decken der zu beleuchtenden Zimmer wurden LED’s geklebt und die Kabel nach „hinten“ geführt um hinter den Innenaufteilern zu verschwinden.
Nach dem Rohbau stehen nun die Feinarbeiten an der Fassade an. Filigrane Aufsatz-Elemente (Fensterbänke, Läuferschichten über den Fenstern etc.) sind aufzubringen.
Als gutes Werkzeug hat sich eine
Kartiernadel erwiesen – ein Überbleibsel aus der Ausbildung und im EDV-Zeitalter nicht mehr gebräuchlich. Mit dessen feinster Nadel kann man in das aufzubringenden Bauteil stecken und so an den Bestimmungsort bringen. Die Einstichlöcher sind nicht sichtbar. Für das Andrücken hat sich das Radiergummi am Bleistiftkopf als hilfreich erwiesen. Wenn dieser nicht so „hübsch“ wäre, dann hätte ich diesen sicherlich gekürzt.
Eine weitere Baubeschreibung zu diesem Haus findet sich bei Kai Wüstermann in der Baubeschreibung für Papenhusen.
… jetzt pausiere ich erst einmal an dieser Baustelle!
Bolzenrückholfeder
Am Modulkasten ist es natürlich auch etwas weiter gegangen – wenn auch nur geringfügig. Damit die Justierungsbolzen nicht versehentlich in den Kasten fallen wurden, an den jeweiligen Öffnungen, „Bolzenrückholklammern“ angebracht. Die Idee hierzu ist allerdings nicht alleinig auf meinem Mist gewachsen.
Der über die Buchse eingeführte Bolzen drückt auf der Innenseite des Modulkastens gegen die Wäscheklammer. Es wird entsprechender Spielraum in der Tiefe bereitgestellt – der Bolzen kann aber nicht, auf Nimmerwiedersehen, verschwinden.
Mit wenigen Handgriffen wird die Holz-Wäscheklammer umgebaut:
Der Asphaltfertiger war da
Die Arbeiten an der Straße, die den Bahndamm unterquert, wurde etwas vorangebracht.
Auf der einen Fahrbahnseite wird es einen Graben geben. Mit einem Dremelaufsatz wurde wurde zunächst die Mulde „ausgehoben“. Die Mulde wurde mit grüner Abtönfarbe ausgemalt und die verbleibende Fläche in braun. Damit der Gips besser auf dem Fahrbahnbrett hält habe ein Gewebeband (Trockenbau) aufgeklebt.
Eine dünne Schicht Gips bildet die Grundlage für die Fahrbahn. Damit nicht die Gipsfarbe durchschimmert, wenn einmal etwas abplatzt, wurde schwarze Farbe untergemischt. Der so erreichte Grauton hat sich im Laufe des Trockenprozesses allerdings erheblich aufgehellt. Hätte noch etwas dunkler beim Auftragen sein können.
Tunnelprotal
Für diesen Teil habe ich etwas experimentiert. Zunächst sollten die Portalwände aus Polystyrol gefertigt werden. Da mir das Ergebnis des Steine-Ritzens nicht gefallen hat musste ein anderer Weg beschritten werden. Mit Gips konnte ich mich auch nicht so anfreunden. Dann viel mir aber noch ein, dass ich Heki-Dur-Platten rumliegen hatte.
Das Portal wurde ausgeschnitten. Da die seitlichen Flanken später, von der Hauptfront, abgewinkelt werden sollen wurden diese vorab von hinten eingeschnitten. In Oberfläche wurde mit der Skalpell-Rückseite und einem „Zahnarzt-Kratzer“ die Mauersteine geprägt.
Um das Malen und Altern zu vereinfachen wurden die Portale auf eine Pappel (temporär) geklebt. Mit Abtönfarbe wurde die Grundfarbe aufgetragen und mit schwarzer die Fugen hervorgehoben. Auftragen und abwischen.
In einem zweiten Teil wurden Pigmente aufgetragen. Matter Klarlack wird das Ganze am Ende versiegeln.
Der neugierige Betrachter wird später auch in den Tunnel schauen und soll dort nicht in die „Eingeweide“ blicken. Aus einer Mauerplatte wurde das Tunnelgewölbe nachgebildet und Heki-Dur-Streifen bilden, als Abschluss, dass seitliche Stützmauerwerk.
Vor dem Einbau des Tunnels und dem Gipsen, was in den nächsten Tagen erfolgen soll, werden noch LED für die Tunnelbeleuchtung gelötet und eingebaut.
Langsam muss es vorangehen um das Ziel, Modellbahnausstellung Bad Schwartau 2017, zu erreichen.
Anregungen und Ideen sind natürlich herzlich willkommen. Zentral sollten diese Diskussionen im Forum der Z-Freunde International e. V. oder im Forum der Z-Freunde Springe stattfinden.
Fortsetzung folgt … hier
Heute gibt es eine Bahnsichtung ohne Foto – war leider nicht schnell genug. Gegen 6:45 fuhr die 200 085 (ehemals DB 216 121) der Osthannoversche Eisenbahnen (OHE) mit einem Leerzug Holzrungenwagen vom Lübecker Bahnhof in Richtung Mecklenburg. Vermutlich ist das Ziel aber die Hafenanlagen am Konstinkai.
Da kein Foto gemacht werden konnte hier ein Link auf einer dritten Seite.
Idee zum Modell
Das Stellwerk ‚Sn‘
Baudetails
Idee zum Modell
In den vergangenen Jahren sind in der Spur-Z-Szene sogenannte Stammtisch-Brettchen, Frühstücksbrettchen, Dielen oder auch Planken entstanden. Alle bezeichnen im Grunde genommen dasselbe – auf einer kleinen Fläche kann der Modellbahner etwas darstellen, das dann mit Gleichgesinnten zu einem großen Ganzen zusammen gefügt werden kann.
Auf dem Stammtisch der Z-Freunde Springe sind die XS-Dielen (Brettchengröße 20 x 11cm – detailierte Bauanleitung) entstanden und auf dem Z-Treffen 2016 in Altenbeken (ausgerichtet vom ZFI) wurden ein Teil davon ausgestellt.
Da ein Kontakt zum Stammtisch Springe besteht habe ich mir Anfang 2016 überlegt eine XS-Diele für diese Verstaltung beizusteuern.
Aber was stellt man da? Norddeutsch sollte es schon sein! Warum nicht das Stellwerk, indem sich sich der Spur Z Stammtisch Bad Schwartau trifft?

Stellwerk und Schrankenwärter Evers
(Quelle: Sammlung von Hans-Harald Kloth; rechts:Weichenwärter Evers 1952 im Stw Sn)
Das Stellwerk ‚Sn‘
In den 1930er Jahren genügte der Bahnhof in Bad Schwartau nicht mehr den Anforderungen, die diese zur Eröffnung der
Eutin-Lübecker Eisenbahngesellschaft (ELE) im Jahre 1873 gestellt worden waren. Der Bahnhof wurde erweitert und im Rahmen dieser Maßnahmen, jetzt unter dem Dach der Deutschen Reichsbahn, wurden die Einheitsstellwerke „Sn“ und „Sf“ (Elisabethstraße) errichtet. Ausgestattet wurden beide mit entsprechenden mechanischen und elektrischen Sicherungen. Ein Teil der alten mechanischen Stellwerkstechnik, die aus Wuppertal stammt, kann noch heute besichtigt werden. Im kleinen Rahmen ist diese sogar noch funktionsfähig und so kann der interessierte Eisenbahnfreund ihre Funktionsweise verstehen. Darüber hinaus befindet sich auf dem Gelände eine umfangreiche Sammlung alter Gleis- und Weichentechnik.
Vom 22.4.1944 bis 2003 erfüllte „Sn“ somit seine Aufgabe als Wärterstellwerk bis die (Fern)Steuerung nach Hannover umgestellt wurde.
Seit 2005 ist das Gebäude das Vereinsheim der Eisenbahnfreunde Bad Schwartau und wird seither gehegt und gepflegt – das Gebäude, wie auch die erhaltene Eisenbahntechnik.
Darstellung
Durch die Vorgabe der XS-Dielen, dass nur ein Gleis zur Verfügung steht, wandert der Betrachtungspunkt auf die Mitte des Bahnübergangs Geibelstraße. Um auch als Einzelbrettchen im Verband bestehen zu können ist die Verladestraße (Richtung Lübeck) einem Wanderweg zum „Opfer“ gefallen der dann wieder in einem Busch verschwindet. Alles andere ist der allgemeinen Topografie angepasst worden und auch der Garten entspringt der künstlerischen Freiheit des Erbauers.

Nachträglich hat sich zur Ausgestaltung noch eine Geschichte ergeben. Den Eisenbahnfreunden hat sich eine Dame angeschlossen die uns immer mit Kaffee versorgt und etwas auf die „Ordnung“ (Männerwirtschaft) achtet. Der Kontakt ist in einem Gespräch über den Gartenzaun entstanden – es könnte so gewesen sein, wie im Modell dargestellt. Zumindest wurde ich schon gefragt, ob es Absicht war diese Szene nachzustellen?
Die Grundidee für das Modell zeigt nachfolgendes Bild. Der Geländeunterbau aus Styrodor und ein erstes Handmodell für das Stellwerk aus Papier.
Die Entwicklung des Gebäudes hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen um das richtige Mauerwerk zu finden und auch um ein zufriedenes Druckergebnis zu erzielen. In einem ortsansässigen Copy-Shop gibt es eine Maschine mit 6000dpi (!) – da war es dann, das erwünschte Druckergebnis. Am Ende wurde das Stellwerk wie folgt gebaut:

Beschäftigt man sich einmal näher mit Kiefern, dann sieht man erst wieviele Kiefern in Schleswig-Holstein zu finden sind. In dem Mischwald hinter dem Stellwerk sind diese ebenfalls vorhanden. Nach der von Andreas Petkelis beschriebenen Methode wurden für dieses kleine Brettchen 5 Kiefern gebaut. H0-Bahner sagten kürzlich, dass hier endlich einmal die Proportionen stimmen. Immerhin sind die Kiefern ca. 15cm hoch.
Die Begrünung entstammen meinen ersten Versuchen mit dem neu beschafften Elektrostaten von RTS-Greenkeeper. Siehe auch Begrasertest beim Z-Stammtisch Bad Schwartau.
Eingefärbe Furnierhölzer bilden die Abdeckung des Zugangsschachtes für die Signalkabel zwischen dem künftigen Stellwerkstandort und den Gleisanlagen.
Die Geibelstraße wurde aus einem römische Kopfsteinpflaster von Faller (Nr. 222569) ausgeschnitten. Der Bürgersteig wurde aus gleichartigem Rechteckpfaster gefertigt und aufgeklebt. Die Fahrspuren sind mit Pastelkreide nachgezeichnet und dann mehrfach mit Aceton (giftig!) verwischt worden. Dieser Vorgang wurde mehrmals wiederholt. Aceton hat den Vorteil das es verdunstet (gut lüften!) und somit nicht die Mauerpappe aufweicht.
Nach der Grundbegrünung steht das allgemeine Buschwerk aus Folliage (Woodland 95410) an mit einzelnen Büschen aus Clump Foliage (Woodland 95510). Rund um das Stellwerk gibt es eine Pflasterung die ebenfalls aus Faller Mauerplatten erstellt worden ist. Die Bahnschranke wurde errichtet (siehe unten) und die Weichen- / Signalspanner aufgestellt – Eigenfabrikation als 3D-Druck.
Obwohl die verwendeten Rokuhan-Gleise ein Schotterbett besitzen habe ich diese in die allgemeine Schotterung (Heki 3332) einbezogen, weil es mir sonst zu künstlich aussieht und das Gesamtbild stört.
Jetzt fallen da noch weiße Stecknadelköpfe auf – diese kennzeichnen die späteren Baumstandorte. Die Löcher habe ich vor der Bepflanzung gebohrt.
In der nächsten Bauphase wurde der LKW mit Fahrer (siehe Bild „Detail – Bahnübergang“), aufgestellt und der Gemüsegarten angelegt. Die Frau des Diensthabenden erholt sich auf der Bank von der anstrengenden Gartenarbeit. Auch einen Parkplatz für die Bediensteten gibt es jetzt schon, obwohl die Kollegen mit dem Fahrrad kommen und die nächste Schicht ein „Pläuschchen“ am Zaun hält. Der Junge zerrt schon seine Mutter an die Schranken um den vorbeifahrenden Zug zu sehen.
Eine Preiser-Figur musste ihren Unterleib lassen damit der Wagen einen Fahrer bekommen konnte. Auf dem fertigen Modell befinden sich letztendlich 8 Personen.
Ein weiteres wichtiges Element auf der XS-Diele ist die Bahnschranke. Es gibt zwar einen Bahnübergang von Herrn Jörger, aber eine „einfache“ Beschrankung, die auch im Preis-Leistungsverhältnis passt habe ich nicht finden können. Also selberbauen. Die Grundlage bildet ein 0,5mm-Messingdraht der mit einem roten Zebrastreifen (Papierausdruck) umwickelt wurde. Zum Schutz dann noch mit Klarlack überzogen. Der mechanische Teil besteht aus 3 Polystyrol-Streifen die aufeinander geklebt wurden. Der Messingdraht wurde über den mittleren Streifen geführt und endet in einem rechteckigen Poly-Streifen. Schwarz angemalt stellt dieser das Gegengewicht dar.
Der Zaun stammt aus einer Kibri-Packung und die Andreas-Kreuze sind bemalter Messingdraht mit ausgeschnittenen Kreuzen. Der LKW wurde im Märklin-Shop erworben und entstammt ursprünglich dem Museumswagen 2005 „Württembergische Samenzentrale“.
Zum letzten Detail gibt es nicht mehr viel zu schreiben, da dieses auf Basis der mehr oder minder bekannten Materialien (Flocken, Hölzchen, Holzleim und Erde) entstanden ist. Am linken Bildrand, neben dem Fenster und auf Höhe des Blumenkastens, ist noch ein Streckenscheinwerfer zu finden. Hierzu wurde ein Stecknadelkopf von Herrenoberhemden entsprechend plangeschliffen und angemalt. Ein zweites Exemplar findet sich auf der anderen Seite, in Richtung Lübeck.
Was nur auf dem aller ersten Bild zu sehen ist – ein Jägermeister-Schienenbus kann auf den Gleisen platziert werden. Seitliche Stromanschlüsse an den Gleisen ermöglichen eine entsprechende Beleuchtung.
Ausblick
Bekanntlich ist eine Eisenbahn nie fertig und so verhält es sich auch mit dem Stellwerk. Es fehlt noch die passende Innenausstattung. Wer denkt, dass so etwas im Maßstab 1:220 nicht möglich ist – der irrt, wie man am Beispiel von Götz Guddas am Stellwerk Sägethal sehen kann (Trainini Nr 76, 11/2011, Seite 18ff).