Perl: eMails unter Windows verschicken

Im Rahmen von OpenStreetMap erstelle ich das eine oder andere Perl-Skript für die Auswertung von Daten zur Visualisierung und Datenkontrolle. In einer anstehenden Aufgabe sollte von dem Tool automatisch eine eMail verschickt werden wenn es zu Problemen kommt.

Diese Aufgabe selber ist nicht ein unüberwindbares Hindernis wenn man sich in der Linux-Welt bewegen würde. Dafür gibt es ausreichend Dokumentationen. Ich bin aber ein Windows-User und da wird das Eis schon etwas dünner. Insbesondere wenn man die Doku gerne in Deutsch haben möchte. Jetzt habe ich es hinbekommen und möchte daher den „einfachen“ Weg dahin nicht verschweigen.

Grundlage bildet ein Programm was die Aufgabe des eMail-Versand übernimmt. Da es in Windows kein Standardprogramm hierfür gibt habe ich auf das bekannte sendmail zurückgegriffen und die Windowsversion heruntergeladen.

Dieses Zip-Archiv wurde entpackt (hier: c:\sendmail). In dem Verzeichnis gibt es eine ini-Datei die entsprechend konfiguriert werden muss. Folgende Parameter wurden gesetzt:

; or to IIS's "pickup" directory. (generally C:\Inetpub\mailroot\Pickup)
; emails delivered via IIS's pickup directory cause sendmail to
; run quicker, but you won't get error messages back to the calling
; application.smtp_server=smtp.myprovide.de

; smtp port (normally 25)

smtp_port=587 (das ist die Einstellung die ich z.b. auch im Thunderbird gesetzt hätte)

; SMTPS (SSL) support
; auto = use SSL for port 465, otherwise try to use TLS
; ssl = alway use SSL

...

; if your smtp server requires authentication, modify the following two lines

auth_username=mein_Benutzername_oder_die_eMail-Adresse
auth_password=erzaehle_ich_nicht
....

Mehr ist für sendmail nicht zu machen. Nun kommt das kleine Beispiel-Perl-Skript (die Quelle finde ich gerade nicht wieder :-()

#!/usr/local/bin/perl
use Mail::Sendmail;

 my %mail = ( To    => 'to@example.org',
            From    => 'from@example.org',
            Message => "This is a very short message"
           );
  $mail{auth} = {user=>'myaccount@example.org', password=>"XXXXXX", required=>1 };

  $mail{Smtp} = 'smtp.example.de'; 
 
 print "vor dem sendmail\n";
  
  sendmail(%mail) or die $Mail::Sendmail::error;

  print "OK. Log says:\n", $Mail::Sendmail::log;

Es kommt das cpan-Paket MIME-Lite (aktuelles Paket ist auf http://search.cpan.org zu finden) aus der Trouchelle.com-Distribution unter ActivePerl 5.10.1 Build 1007 zur Anwendung.

Mit diesen wenigen Zeilen kann ich nun meine eMail automatisch verschicken. Im oberen Teil wird definiert von wonach wo was zu schicken ist und der zweite (wichtige) Teil ist noch anzugeben wo das Script sendmail findet – das ist die Windowspfad-Angabe.

Wenn alles richtig ist, dann sieht das Ergebnis wie folgt aus:

jt_cmd_emai_versandt_20140124

Ich bin zu dem Ergebnis nicht ganz ohne Hilfe durch das Forum der Perl-community.de gekommen. Hierzu sei auf diesen Thread verwiesen.

Hinweis:
Für Schäden die direkt oder indirekt durch die Anwendung dieses Beispiels, wie auch den verwendeten Komponenten, entstehen wird jegliche Haftung ausgeschlossen!

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Mit Dampf und Diesel durch Albersdorf

Als Kind ist man mit der Oma mit dem Zug aus Albersdorf zur Verwandtschaft gefahren. Dann kamen mal die kleinen Lokomotiven ( Köf) und haben Stückgutwagen gebracht. Ein anderes Mal war schwer was los, wenn die Panzer durch den Ort gerollt sind, um auf dem „Panzerwendeplatz“ Aufstellung zu nehmen, um verladen zu werden.

Heute gräbt man die Modelleisenbahn wieder aus und in diesem Zusammenhang erinnert man sich an alte Zeiten. Aber was fuhr da ? Die Reisen mit der Oma wurden mit dem D-Zug (V100?) und später dem Schienenbus („Marmeladen-Express“ genannt) unternommen.

Da die Erinnerungen immer etwas schleierhaft sind, habe ich im Web mal nach Bildern aus dieser Zeit gesucht. Vergebens! Was zu finden war, paßte nicht zur entsprechenden Zeit.

Mit diesem Beitrag möchte unter anderem versuchen, mal Bilder aus „meiner“ Zeit zu finden und es würde mich freuen, wenn jemand entsprechendes Bildmaterial zur Verfügung stellen kann.

Weihnachten 2013 habe ich erfahren das Hugo Buntrock [1] (liebevoll „Onkel Hugo“ genannt) in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts Bilder vom Ort gemacht hat und unter anderem von der Bahnstrecke. Meine Recherchen wurden von Ernst Wilhelm Ramundt (Winne) mit den unten gezeigten Bildern belohnt.

Die Bilder von Hugo Buntrock wurden später der VHS-Arbeitsgruppe um R. Böge zur Verfügung gestellt um die Dorfgeschichte aufzuarbeiten.

Zugausfahrt in Richtung Heide

Zugausfahrt in Richtung Heide

Bahndamm am Friedhof

Bahndamm am Friedhof

Kreuzungspunkt Norderstraße in Richtung Heide (Weg zur Badeanstalt)

Kreuzungspunkt Norderstraße in Richtung Heide (Weg zur Badeanstalt)

vom Albersdorfer Bahnhof in Richtung Heide (Papenbusch)

vom Albersdorfer Bahnhof in Richtung Heide (Papenbusch)

Günter Tscharn [3] zeigt auf einem Bild von 1985 den Schienenbus der um 9:10 durch Albersdorf fuhr.

Schienenbus im Juli 1985

Weitere Bilder aus dieser Zeit finden sich auf der drehscheibe-online im Beitrag 798 zwischen Neumünster und Heide im Juli 1985.

Ein Jahr zuvor wurde dieses Bild von Matthias Brodkorb [5] aufgenommen das, an fast gleicher Stelle, einen Schienenbus mit einer Köf zeigt.

Schienenbus 798 772 (Zug 5154)  und Köf (332 093) im September 1984

Schienenbus 798 772 (Zug 5154) und Köf (332 093) im September 1984

Der Albersdorfer Bahnhof im Modell
Bei den weiteren Recherchen im Internet bin ich auf das Modell des Albersdorfer Bahnhofs von Wolfgang Gerwien [2] in der Spur 0 (1:43) getroffen.

Bahnhofsgebäude Albersdorf

Bahnhofsgebäude

Bahnübergang Albersdorf

Bahnübergang

Ein Abschnitt zeigt auch den Bahnübergang Papenbusch zu der Zeit wo es den Panzerwendeplatz noch nicht gab. Man erkennt dieses daran, das die Waldstraße noch dicht an dem Bahneinschnitt verläuft.

Eine BR218 habe ich dann im Internet gefunden. Leider konnte mir der Autor Olaf Hamelau das Bild nicht zur Verfügung stellen. Das Buch „Die Diesellok BR 218: Unterwegs in Schleswig-Holstein, Ausgabe 218 (Seite 108)“ steht als Google-Book-Leseprobe zur Verfügung und ist nachfolgend in diese Seite eingebunden. [4]


Auf die Google-Book-Einbettung verzichte ich künftig an dieser Stelle um nicht mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Konflikt zu kommen. Es kann aber weiterhin über den externen Link betrachtet werden. (Ich verweise an dieser Stelle ausdrücklich auf die Nutzungsbedingungen von Google-Book hinsichtlich der eingebundenen Leseprobe)

Auf diesem Foto ist neben dem bekannten roten Schienenbus eine BR218 zu sehen die Militärfahrzeuge für ein Manöver abholt oder von dort zurück bringt.

Bilder aus der Anfangszeit (um 1900) finden sich auch auf zwei Plakaten des Albersdorfer Museums – Plakat 1 und Plakat 2 zu finden. Nach Recherchen bei Drehscheibe-Online handelt es sich hierbei um eine preussische T3 nach Musterblatt M III-4e.

Beim Aufräumen habe ich noch ein Plakat der örtlichen CDU gefunden (Bearbeitung: ehemaliger Bürgermeister Manfred Trube) mit einer Lok der BR 50 vor dem Albersdorfer Bahnhofsgebäude. Leider konnte bisher (2018) nicht der Fotograf ermittelt werden. Wer weiterhelfen kann würde mir eine große Freude machen. Vielleicht gibt es dort noch weitere Bilder.

Gesuchte Fotos
Derzeit werden noch Bilder von Zügen in Albersdorf gesucht (Loks die ich in Erinnerung habe):

  • V100
  • Bild von der Lieferung für den örtlichen Kohlenhändler
  • besseres Bild von einem Truppentransporter => siehe hier

Quellen:

  • [1] Die Schwarz-Weiß-Bilder der Lokomotiven von Hugo Buntrock und es liegt die Genehmigung für die Veröffentlichung in diesem Rahmen von Ernst Wilhelm Ramundt und R. Böge vor.
  • [2] Die Modellbilder des Bahnhofbereiches (Spur 0) stammen von Wolfgang Gerwien
  • [3] Vielen Dank an Günter Tscharn für die Freigabe dieses Bildes für diesen Blog-Beitrag.
  • [4] Die Diesellok BR 218: Unterwegs in Schleswig-Holstein, Ausgabe 218 von Olaf Hamelau
  • [5] Vor 30 J. Radarkontrolle auf der alten Grünentaler Hochbrücke (KBS132) 2B“ auf Drehscheibe online von Matthias Brodkorb. Vielen Dank für die Genehmigung zur Verwendung dieses Bild in diesem Blog.

Anmerkung: Hugo Buntrock ist Ende der 1960er Jahre verstorben und in Kiel beigesetzt. Diese Information könnte irgendwann interessant werden, wenn es um das Thema der Gemeinfreiheit geht.

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OpenStreetMap – mit wenigen Schritten das Projekt unterstützen

Kürzlich hatte ich an dieser Stelle die neue Funktion der OpenStreetMap-Hauptseite beschrieben, um Ortsangaben mit anderen zu teilen. Zum Beispiel für Verabredungen oder einfache Objektbeschreibungen.

Nun soll eine weitere Funktionalität beschrieben werden, um auf einfachste Art und Weise das freie Projekt OpenStreetMap zu unterstützen. Es geht hierbei nicht um Geldspenden oder umfangreiche Datenerfassungen. Vielmehr sind es die Kleinigkeiten, die dem Nutzer im Alltag auffallen. Zum Beispiel ist ein Geschäft geschlossen oder eröffnet worden, Schreibfehler oder vergleichbares.

Es sei an dieser Stelle aber auch hingewiesen, dass nicht alle Informationen, die in dem Projekt hinterlegt sind oder vielleicht von Ihnen erwartet werden, in der Standardkarte von OSM dargestellt werden können. Auch dürfen nur Informationen angegeben werden, die selber erhoben worden sind. Also nicht von einer Google-Karte o.ä. abschreiben. Einen Editor soll diese Funktion nicht ersetzen. Wer dem Projekt mehr beisteuern will, sollte sich anmelden und einen „richtigen“ Editor verwenden.

Eine Registrierung bei OpenStreetMap für die nachfolgenden Schritte ist nicht erforderlich!

Kommen wir aber jetzt zum Anliegen dieses blog-Beitrages.

Öffnen Sie zunächst die internationale Karte von OSM auf http://www.openstreetmap.org.

Schalter für das Erstellen von Hinweisen

Schalter für das Erstellen von Hinweisen


Auf der rechten Seite befindet sich ein Panel und dort ist der unterste Schalter anzuklicken, um eine Meldung an das Projekt durchzuführen.

Welche vier Schritte sind für eine Meldung erforderlich?

4 Schritte für die Erstellung eines Hinweises

4 Schritte für die Erstellung eines Hinweises

Schritt 1 – öffnen Sie den Erfassungsdialog durch einen Klick auf den zuvor beschriebenen Schalter. Mit dem Öffnen des Erfassungsdialogs werden auch bereits vorhandene (rote Tropfen) und kürzliche geschlossene (grüne Tropfen) Notizen angezeigt.

Schritt 2 – hinterlegen Sie, für andere eindeutig und nachvollziehbar, die Anmerkung.

Schritt 3 – mit dem Öffnen des Erfassungsdialogs wird in der Kartenmitte ein blauer Marker, mit einem gelben Kreis, hinterlegt und eine neue Meldung eingeblendet. Dieser Marker kann mit gedrückter linker Maustaste auf den „Tropfen“ an die gewünschte Position verschoben werden.

Schritt 4 – mit dem Klick auf die Schaltfläche „Hinweis/Fehler melden“ wird die Notiz übernommen

Wir sagen Dankeschön.

Schaltfläche für das Einblenden der Hinweis-Ebene

Schaltfläche für das Einblenden der Hinweis-Ebene

Bei manchen Notizen ist es für die Projektmitwirkenden hilfreich, weitere Informationen zu bekommen und deshalb werden Rückfragen gestellt. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Mapper mit den Informationen klar gekommen sind, dann schauen Sie einfach nach einiger Zeit nochmal vorbei. Sie können über einen anderen Schalter des seitlichen Panels die Ebenen mit den Notizen (Haken bei Hinweise/Fehlermeldungen setzen) wieder einblenden. Mit einem Klick auf einen roten Marker werden die hinterlegten angezeigt und können um einen ergänzenden Kommentar wie im zuvor beschriebenen Schritt 2 erweitert werden.

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OpenStreetMap – Treffpunkte einfach weitergeben

Für verschiedene Aufgaben kann es wichtig sein, anderen Ortsangaben mitzuteilen.

OpenStreetMap-Karte mit Ortsmarker

OpenStreetMap-Karte mit Ortsmarker

Das Projekt OpenStreetMap bietet auf seiner internationalen Startseite (http://www.openstreetmap.org) hierfür eine interessante Funktion, die dieses auf einfache Art und Weise erlaubt.

Der Vorteil von Karten aus diesem Projekt ist unter anderem, dass es keine rechtlichen Beschränkungen in der Nutzung dieses Kartenmaterials gibt – solange nur die Quelle benannt wird. Bei der Weitergabe des generierten Ortslinks ist eine Angabe der Quelle nicht erforderlich!

Eine Registrierung bei OpenStreetMap für die Nutzung dieser Funktion ist nicht erforderlich!

Hier nun die Schritte zur Generierung eines Ortslinks:

  • Öffnen Sie die Webseite http://www.openstreetmap.org.

    Zunächst ist der entsprechende Kartenausschnitt aufzuzoomen. Mit gedrückter linker Maustaste kann die Karte verschoben werden, mit dem Rollrad kann die Karte vergrößert / verkleinert werden.

    Suchen einer Adresse

    Suchen einer Adresse

    Ist eine Adresse bekannt, dann kann über das Eingabefeld unter dem OpenStreetMap-Logo die Adresse eingegeben werden und über die Lupe-Schaltfläche gesucht werden. Mögliche Treffer werden dann in einer Ergebnisliste angezeigt. Mit einem Klick auf die Adresse wird der entsprechende Ausschnitt aufgezoomt. Hinweis: Adressdaten liegen nicht zwingend flächendeckend vor!

  • Sidebar-Funktionen

    Sidebar-Funktionen

    Auf der rechten Seite findet sich eine Sidebar. Mit einem Klick auf die mit der Nr. 1 gekennzeichneten Schaltfläche kann diese geöffnet werden.

  • Mit Setzen eines Haken im Kästchen Kartenmarker setzen (Nr. 2) wird in der Karte ein Marker eingeblendet. Dieser kann mit gedrückter linker Maustaste verschoben werden.
  • Ist der mitzuteilende Ort markiert, kann aus der Sidebar im Feld Nr. 4 eine URL entnommen werden, um diese anderen zu mailen.

    Über die Schaltflächen (Nr. 3) kann entweder eine lange URL generiert werden oder eine Kurz-URL. Letztere enthält verschlüsselt die lange URL – ist bei manuellen Eingaben aber einfacher einzugeben

    Weitere Informationen finden Sie im OpenStreetMap-Wiki.

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    Einmal Torrox …

    Summary
    Since I am walking trough the area of Nerja I am looking for a hiking path to Torrox(-Pueblo) – now I detected one above the motorway-tunnel

    Seit ich mich mit Wanderungen rund um Nerja auseinandersetze, denke ich über einen möglichen Weg nach Torrox (-Pueblo) nach. Immer wieder habe ich dieses Vorhaben dann zurückgestellt, weil mir einfach kein Weg bekannt wurde und weil ich keine Hinweis-Schilder gefunden habe. Einfach loslaufen wollte ich auch nicht. Das hätte sicherlich in einer Sackgasse geendet. So habe ich meine Digitalisierungsarbeiten von Luftbildern im Rahmen von OpenStreetMap auf den Bereich zwischen Nerja und Torrox konzentriert. Mit der Zeit entstand ein Netzwerk von Wegen, die zumindest nach den Luftbildern möglicherweise zum Wandern taugen konnten. Blieb nun noch die Aufgabe, einen Verbindungsweg dorthin zu finden. Wozu gibt es Routingsoftware? Um den Weg von A nach B zu finden! Gesagt, getan – und das Profil auf Fußgänger eingestellt. Und siehe da – es gab mehrere Verbindungswege. Noch ein paar Hilfspunkte eingefügt, und fertig war die zu erwandernde Route.

    Soweit erst mal etwas zur Vorbereitung meiner Tour. Gestartet wird, wie bei den anderen Touren auch, auf der Plaza Fabrica de los Cangrejos. Wieder geht es entlang der Promenade bis zum Rio Chillar. Dort führt die Promenade dem Rio Chillar folgend in Richtung Berge zur N-340a. Nach wenigen hundert Metern kann man den Fluss auf einer kleinen Straße durchqueren. Zur Abwechslung geht es diesmal nicht wieder zum Meer runter, sondern man folgt der sich schlängelnden Straße durch die Plantagen vorbei an einigen Opfern der Wirtschaftskrise. Gemeint sind hier die Lagerplätze der Baufirmen, darunter einer mit rund zehn Baukränen, die Ihre Spitzen zum Himmel strecken. Wer Lust hat kann allerdings auch den Weg am Meer nehmen. Spätesten am Hotel Medina de Nerja treffen sich die Wege wieder.

    Dem Wirtschaftsweg folgend geht es bis an die N-340a und dann links weiter auf dem Fußweg bis zu dem besagten Hotel Hotel Medina de Nerja. Dieses wird allerdings links liegen gelassen und man erreicht nach ca. 300 m einen Kreisverkehr. Dort geht es bergauf in die Urbanisation Ladera del Mar. Die Wege hier herauf sind etwas verschlungen, und wenn ich schreiben würde: „der Hauptstraße folgend“, dann könnte das schnell falsch ausgelegt werden. Deshalb sollte man sich diesen Ausschnitt aus der OpenStreetMap-Karte vielleicht ausdrucken. Auch wenn die Straßennamen erfasst sind – so einfach findet man sich dann doch nicht zurecht. Nach ca. 750m und vielleicht den ersten Beschwerden in den Beinen (bei Leuten aus dem Flachland jedenfalls) erreicht man auf der Anhöhe die Villa Cresta, die auf dem Foto auf der rechten Seite zu finden ist.

    Dort führte die andere Wanderung nach Torrox-Costa entlang

    Dort führte eine andere Wanderung nach Torrox-Costa.

    Wer den Namen der Villa gelesen hat, ist auf dem richtigen Weg und von nun an kann man die Landschaft genießen. Es gehen zwar immer wieder mal Wege rechts und links ab – aber man merkt schon ganz gut, dass man sich auf dem Hauptweg befindet. Es verwundert nämlich immer mal wieder, dass plötzlich Autos vorbeikommen. Hier stehen also nicht nur viele Häuser. Nein, hier leben auch Menschen.

    Der Weg (ca. 3km) schlängelt sich S-förmig am Berg oder vielmehr Hügel entlang. Anfangs kann man noch das Meer sehen und auch den Verlauf des Weges der Tour Von Nerja nach Torrox-Costa. Später dann, auf der meerabgewandten Seite, eröffnet sich ein toller Blick auf Frigiliana..

    Blick auf Frigiliana

    Blick auf Frigiliana

    Weiter geht es in einem Linksbogen. Rechts unten kann man die Autopista del Mediterráneo sehen, die von Nerja kommt und später in dem Berg unter uns in Richtung Málagaverschwindet. Hat man den den Autobahntunnel gequert, zeigt sich eine Hochspannungsleitung, an der man sich nun orientiert. Man soll hier nicht auf den Strommasten zugehen, sondern ein paar Meter daran vorbei (roter Marker), denn dann zweigt links ein Weg ab, der an dem Mast vorbei führt und direkt auf den Kamm zwischen den beiden Tälern zusteuert. Diesem gilt es jetzt zu folgen.

    Dort angekommen hat man einen tollen Blick – hinter uns Nerja und Frigiliana und vor uns Torrox-Costa. Bei gutem Wetter kann man weit bis Málaga sehen. Von Torrox-Pueblo sind nur Ausläufer zu erkennen. Der Hauptteil des Ortes liegt noch hinter dem angrenzenden Berg.

    Geisterstadt mit Meeresblick

    Geisterstadt mit Meeresblick

    Von hier geht es erst einmal bergab. Die Autopista lässt man links liegen und steuert direkt auf eine weitere Investitionsruine zu. Hier liegen die Straßen eines Baugebietes, das man schon bei der Anreise sieht, falls man über die Autopista aus Richtung Málaga kommt. Hier muss man darauf achten dass man die Schächte für die Kanalisation nicht übersieht. Nicht unbedingt alle sind verschlossen! Auf der “neuen” Straße mit “ausreichend Parkplätzen” geht es weiter bis zum Kreisverkehr. Hier gleich rechts “abbiegen”, bis der Weg endet. Von dort führt ein schmaler Pfad zu den Anliegerstraßen, die von der anderen Hügelseite kommen. Man ist also wieder in der Zivilistation angekommen. An der Hauptstraße geht es dann links nach Torrox-Pueblo. Dort bleibt es jedem selbst überlassen, seinen Weg zu finden. Der einfachste Weg ins Herz von Torrox führt über die Calle Pontil – aber auch die anderen Gassen sind ganz nett. Hier aber unbedingt die Karte ausdrucken. Ansonsten verliert man leicht die Orientierung in den Ort hinein.

    Fliesenschilder an den Häusern in der Calle Ponil

    Wandfliesen an den Häusern in der Calle Ponil

    Je nachdem wie einem zu Mute ist kann man den Heimweg einschlagen. Von Torrox-Pueblo gibt es eine Buslinie nach Torrox-Costa zum zentralen Busbahnhof (Marker in der Karte). Dort steigt man dann um in den Bus nach Nerja. Auf die Abfahrzeiten habe ich nicht geachtet.

    Wenn man noch Lust hat, kann man auch bergab nach Torrox-Costa laufen, wie ich es gemacht habe.

    Diese Wanderung von Nerja nach Torrox-Costa hat ungefähr 2,5 Stunden gedauert.

    Weglänge: ca. 11 km (GPS-Track – ca. 62 kb)

    Hier fehlt noch das Höhenprofil und die GPX-Datei

    Höhenprofil (Erstellt mit GPS-Track-Analyse.Net)

    Höhenprofil Nerja - Torrox-Costa - Torrox-Publico

    Höhenprofil Nerja – Torrox-Costa – Torrox-Pueblo

    Was sollte man beachten?
    Die üblichen Dinge (Wasser, festes Schuhwerk und ein Wanderstock) reichen aus.

    Haftungsausschluss und Rechtliches
    Es wird in keinerlei Art und Weise eine Gewähr dafür übernommen, dass die Wege derzeit so verfügbar und begehbar sind. Gleiches gibt für Schäden, die dadurch direkt oder indirekt dem Nutzer oder Dritten entstehen.

    Als Wanderer achte die Natur und vermeide Schäden. Wenn Wege über privaten Grund führen, ist das Eigentum zu achten.

    Jeder darf diese Wegbeschreibung frei für seine Wanderungen benutzen – eine Verwendung in weiteren Medien (Druck, Internet etc.) bedarf der Zustimmung durch den Verfasser. Gleiches gibt für die Übersetzung in andere Sprachen.

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