Von Nerja nach Maro – historisch


Here is a description of a walk from Nerja to Maro quite possible to go even in the warm season – along historic buildings. For more informations about old stuff of Nerja look at archaeonerja.com.

An dieser Stelle möchte ich keine Wanderung im klassischen Sinne beschreiben – vielmehr handelt es sich um einen Nachmittagsspaziergang, der auch in der warmen Jahreszeit gut bewältigt werden kann. Wenn man in Nerja Urlaub macht, dann wird es einen eines Tages einmal nach Maro führen. Jeden Nerja-Urlauber zieht es irgendwann zu den Höhlen von Nerja.

Der Ort besitzt neben Höhlen noch weitere historische Objekte, und der hier beschriebene Weg wird an einigen davon vorbei führen.

Wie bei meinen anderen Wegebeschreibungen starten wir auch jetzt wieder auf der Plaza Fabrica de los Cangrejos und werden zunächste den Ortskern von Nerja durchqueren. Die Calle Málaga gehen wir bergan vorbei an der Statue und halten usn dann an der Einmündung in die Calle El Barrio rechts. Die Calle El Barrio mündet in die Plaza Cavana. Auch hier halten wir uns rechts. Bald treffen wir auf die Iglesia El Salvador und es bleibt jedem überlassen, diese rechts oder links zurunden – beide Straßen treffen sich wieder vor der Kirche und somit am Balcón de Europa. Wer diesen weltbekannten Anblick noch nicht kennt, kann es jetzt machen oder vielleicht auf den Abend verschieben. Ein Ziel, das sich lohnt.

Blick in die Berge von Nerja

Früher gabe es einen Weg am Wasser entlang zum Strand von Burriana – dieser wurde aber vom Meer zerstört. Ich habe mal gelesen, dass er wieder hergestellt werden soll. Aufgrund der Finanzkrise hat sich das wohl erst einmal zerschlagen.

Wir verlassen den Balcón de Europa in nordwestliche Richtung über die Calle Puerto del Marl, um nach einigen Windungen uns rechts in die Calle Carabeo abzubiegen. Dieser folgen wir ca. 500 Meter, bis wir an den wunderbaren Aussichtspunkt Mirador del Bendito gelangen. Links hinter der Bebauung befindet sich der große Platz Huertos de Carabeo, der als Parkplatz genutzt wird und wo im Herbst immer die Nerja-Feria stattfindet.

An den Mirador del Bendito grenzt ein Kreisverkehr, den wir an der zweiten Ausfahrt, der Prolongación Calle Rodríguez Acosta verlassen, der wir bis zum nächsten Kreisverkehr mit dem Brunnen folgen. Dort biegen wir rechts in die Calle Almuñécar ein, und vor uns liegt das Hotel Parador. Zwischen der Zu- und Abfahrt des Hotels führt ein Fußweg hindurch. Diesem folgen wir. Nach ca. 100m schlängelt sich der Weg den Hang hinab und führt über eine Wohnstraße hinweg an den Strand von Burriana.

Pausieren oder Baden gehen, das bleibt jedem selber überlassen. Ziel ist eine Treppe (sieht derzeit sehr fein aus) am Ende des Strandes, die wieder hinauf führt. Aber schon nach wenigen Metern ist die neue Treppe zu Ende und es folgt eine „natürliche“ Treppe. Diese Stufen müssen schon anderen etwas fragwürdig vorgekommen sein – jedenfalls bildet sich ein schmaler Pfad einige Meter entlang einer Steinmauer, der auf den eigentlichen Pfad führt. Diesem Weg folgen auch wir und gelangen nach ca. 100 Metern an ein Haus, von dem aus ein anderer Weg weiter führt.

Historische Wasserleitung

Am rechten Rand strömt uns dann Wasser entgegen, das in einer historischen Wasserleitung (Acueducto del Tablazo) über ein kleines Tal geleitet wird. Die Wasserleitung bildet gleichzeitig den östlichen Rand der Urbanizacion El Oasis de Capistrano. Wir erreichen jetzt die N-340a.

Wer keine Lust mehr auf den nun folgenden kleinen Umweg hat, kann rechts abbiegen und gelangt auch so nach Maro. Mit dem bisherigen Weg wurde auf jeden Fall der kürzeste Weg zwischen der Plaza Fabrica de los Cangrejos und dem jetzigen Standort gewählt.

Für den weiteren Weg müssen wir ansonsten auf der N340a wieder in Richtung Nerja wandern und nach ca. 80 Metern rechts in einen Feldweg einbiegen. Diesem Weg folgen wir bergauf.

Diesen Weg, der mehr oder weniger eine Fläche ist, folgend wir bergauf, bis wir an die Mauern der Urbanisation Fuente del Badén II gelangen. Hier halten wir uns rechts und folgen der Mauer. Der Pfad durchquert einige Olivenbäume, führt in eine Bachniederung und steigt dann wieder an.

Es ist geplant, bis 2015 in diesem Bereich die Kläranlage von Nerja zu errichten. Inwieweit das die Wegebeschreibung beeinflussen wird, ist derzeit noch offen. Ich werden die Beschreibung anpassen, sobald mir das möglich ist.

In dem Bereich wo der Pfad ansteigt und auf einen Funkmast zuläuft, bewegt man sich auf historischem Terrain. Es handelt sich um einen alten Römerweg, der allerdings sehr unter der Beanspruchung von Zweirädern gelitten hat. Leider ist auch die Infotafel am Ende sehr heruntergekommen, sodass keine Angaben mehr lesbar sind.

Der weitere Weg führt uns an der Ruine der alten Zuckerfabrik (Fábrica Las Mercedes o San Joaquin) vorbei. Am einfachsten kann man sich an der Autobahnausfahrt orientieren, denn diese begleitet uns im nächsten Abschnitt auf der linken Seite. Es gibt zwar links eine Unterführung – der wir aber keinesfalls folgen! Wer mehr über die alte Zuckerfabrik erfahren möchte, findet auf dem möglichen Rückweg nach Nerja an der N-340a, eine Infotafel mit spanischem und englischem Text.

Unser Weg endet nun auch an der N-340a, die wir überqueren müssen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten! Die von links kommende Straße macht eine Rechtskurve und ist somit für die Autofahrer schwer einzusehen.

Auf der anderen Straßenseite angekommen halten wir uns abermals für einige Meter in Richtung Nerja, um dann links in einen Weg (Cala Barranco de Maro) einzubiegen. Dies ist die ehemalige Straße von Nerja nach Maro. Zunächst fällt die Straße etwas ab, um dann auf einer alten Steinbrücke eine Schlucht zu überqueren. Von hier kann man die neue Straßenbrücke sehen und dahinter liegend die alte bekannte Wasserleitung. Wenn man auf dem Rückweg über die neue Brücke geht, kann man die Wasserleitung besser sehen. Sollte man mal mit dem PKW die neue Brücke queren, gibt es auf jeder Seite eine Haltebucht um ein Foto zu machen.

Folgen wir nun unserem Weg, steigt dieser wieder an und macht eine Linkskurve, um dann wieder an die Hauptstraße zu gelangen. Wir halten uns rechts und kommen an einen Kreisverkehr.

Nun müssen wir uns entscheiden – wollen wir direkt zu den Höhen von Nerja, dann können wir links unter der Autobahn der Straße folgen – oder wollen wir zunächst nach Maro, dann gehen wir weiter rechts in den Ort. Im letzteren Fall geht nach einigen Häusern rechts die Calle Virgen de las Maravillas ab. Diese schöne Straße verläuft am Rand von Maro und eröffnet dann an der “Südspitze” einen herrlichen Blick auf Nerja und das Mittelmeer. Die Straße endet an der Kirche Iglesia de Nuestra SRA. de las Maravillas und der Plaza del las Maravillas. Hier gibt es auch eine kleine Kneipe für eine Stärkung.

Brücke über die Autopista

Wer jetzt noch zu den Höhlen möchte, der braucht nicht wieder zum Kreisverkehr zurück zu gehen. Auf dem Weg in den Ort ist sicherlich die weiße Brücke aufgefallen. Diese quert die angrenzenden Hauptstraßen und führt direkt auf das Gelände der Höhlen von Nerja. Zum Zeitpunkt meiner Tour, Weihnachten 2012, war die Brücke zwar gesperrt. Man hat mir aber gesagt, dass dies nur vorübergehend so sei wegen Arbeiten auf dem Gelände der Höhlen.

Bleibt abschließend noch etwas zum Rückweg zu sagen. Es ist jedem natürlich freigestellt, denselben Weg wieder einzuschlagen. Alternativ bis an den Rand des Ortskernes gibt es nur die N-340a. Sie verfügt aber durchgehend über einen ausgebauten Fußweg und ist beleuchtet. Am Kreisverkehr, da wo man vorhin zu den Höhen abbiegen konnte, findet sich eine Bushaltestelle.

Für meine Tour von Nerja, Plaza Fabrica de los Cangrejos bis Maro habe ich ca. 1,5 Stunden benötigt.

Wer sich für die Geschichte von Nerja interessiert, findet hierzu Informationen auf der Webseite http://www.archaeonerja.com. An der Plaza de España im Ortszentrum von Nerja befindet sich des weiteren das Museum Museo de Nerja.

Wegelänge: ca. 7 km (GPS-Track – ca. 39 kb)

Haftungsausschluss und Rechtliches
Es wird in keinerlei Art und Weise eine Gewähr dafür übernommen, dass die Wege derzeit so verfügbar und begehbar sind. Gleiches gibt für Schäden, die direkt oder indirekt dem Nutzer oder Dritten dadurch entstehen.

Als Wanderer achte die Natur und vermeide Schäden. Wenn Wege über privaten Grund führen, ist das Eigentum zu achten.

Jeder darf diese Wegbeschreibung frei für seine Wanderungen benutzen – eine Verwendung in weiteren Medien (Druck, Internet etc.) bedarf der Zustimmung durch den Verfasser. Gleiches gibt für die Übersetzung in andere Sprachen.

Über TheAuthor

Moin Moin, wie der Norddeutsche sagt. Mein Name ist Jan Tappenbeck. Ich betreibe diesen Blog der über Dinge berichtet die in meinem Umfeld passieren bzw. die mich interessieren. Mein Schwerpunkt liegt hierbei im OpenStreetMap-Umfeld sowie der Modelleisenbahn in Spur Z - blicke aber auch immer mal gerne über den Tellerrand.
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